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Technologie-Forum International im Rückblick Düsseldorf, 9. – 15. Juni 1999 GIFA/METEC/THERMPROCESS: Gut besucht, top international und geschäftlich erfolgreich
Juli 1999Mit insgesamt 96.000 Fachbesuchern sehr erfolgreich endete in Düsseldorf das Technologie-Forum International, das sich erstmals vom 9. bis 15. Juni mit fünf hochkarätigen Fachmessen unter einem Dach präsentierte (1994: 72.000 Besucher nur mit GIFA, METEC und THERMPROCESS). Rund 2.000 Austeller aus 47 Ländern zeigten neueste technische Anlagen, Maschinen und Verfahren auf GIFA, 9. Internationale Giessereifachmesse mit CIATF Technical Forum, METEC, 5. Internationale Metallurgie-Fachmesse mit Kongress, THERMPROCESS, 7. Internationale Fachmesse für Industrieöfen und wärmetechnische Produktionsverfahren mit Symposium, MINETIME, 5. Weltmesse Bergbau-Technologie mit internationalem Kongress, und GEOSPECTRA, Internationale Fachmesse für Geotechnologie und Angewandte Geowissenschaften.
Aus 84 Nationen, von Australien bis Zimbabwe, waren Fachleute nach Düsseldorf gereist. Insgesamt kamen 45 Prozent der Besucher aus dem Ausland, fast jeder Dritte davon aus Ländern außerhalb Europas.
Hervorragende Noten erhielt die Premiere im Gesamturteil von Ausstellern und Besuchern: 90 bzw. 97 Prozent waren mit den Angeboten von Fachmessen und Kongressen zufrieden.
Jetzt liegen auch detaillierte Daten und Einschätzungen zum Verlauf der einzelnen Veranstaltungen vor.
GIFA 99: 9. Internationale Fachmesse für Giessereitechnik
mit CIATF Technical Forum
Größte und auch besucherstärkste Messe war die GIFA 99, auf der sich 907 Aussteller auf 46.500 Quadratmeter Netto-Ausstellungsfläche (1994: 744 auf 37.800 Quadratmeter) in neun Messehallen präsentierten. Mit 53.760 Besuchern (1994: 51.390) entfielen auf die GIFA 56 Prozent des Gesamtbesucheraufkommens des Technologie-Forums International. Zusätzlich gaben 9.600 Besucher der parallel laufenden Veranstaltungen an, sich auch für die GIFA zu interessieren. Bezieht man diese Synergieeffekte mit ein, haben das GIFA-Angebot fast 63.400 Fachleute wahrgenommen.
Nach Auffassung von Wilhelm Kuhlgatz, Vorsitzender des GIFA-Präsidiums, hat sich auf "allen Gebieten die Bedeutung der GIFA als weltweit größte Gießereifachmesse gezeigt." Keine andere Veranstaltung biete eine derart umfassende Präsentation und ein vergleichbar internationales Publikum.
47 Prozent der GIFA-Besucher kamen aus dem Ausland, davon 73 Prozent aus den Ländern Europas. Unter den Gästen aus Übersee dominierten die Fachleute aus den Länder Asiens mit 11 Prozent, gefolgt von Nordamerika (sieben Prozent) sowie Süd- und Mittelamerika (vier Prozent).
Für einen der grossen Aussteller, Unternehmer Joachim Laempe, bedeutet das sehr rege Interesse an der GIFA 99 einen optimistischen Ausblick in den Zukunftsmarkt für Giessereimaschinen. "Viele Neukunden – besonders aus Südamerika – unterstreichen dabei unsere sehr erfolgreiche Teilnahme." Eine erfreulich hohe Anzahl von GIFA-Ausstellern erzielen Umsätze in Millionen Höhe.
Die große Mehrheit der GIFA-Aussteller (90 Prozent) sprach zum Schluß der Veranstaltung von einem geschäftlichen Erfolg. 93 Prozent gingen von einem guten Nachmessegeschäft aus. Diese ausgezeichneten Ergebnisse stehen sicherlich in engem Zusammenhang mit der hohen fachlichen Kompetenz der Besucher: 66 Prozent waren selbständige Unternehmer oder Teilhaber, Geschäftsführer, Prokuristen oder Abteilungsleiter. Die Aussteller selbst beurteilten durchweg (98 Prozent) die Qualifikation der Gäste an ihren Ständen positiv.
Sehr zufrieden war der Verein Deutscher Giessereifachleute (VDG) mit dem CIATF Technical Forum, das sich am 10. und 11. Juni dem Thema "Intelligenter Guss – Innovatives Gießen" widmete. 61 international renommierte Praktiker und Wissenschaftler berichteten über Fortschritte bei Gießverfahren und Werkstoffneuentwicklungen. "Die intensiven Diskussionen im Anschluß an die Vorträge und die Qualität der Fragen zeigten das große Interesse an den angeschnittenen Themen und machten deutlich, daß mit dieser Konferenz ein hoher Bedarf an Wissen gestillt werden konnte", resümiert der VDG in einem abschließenden Papier. "Die Zahl von 622 Besuchern übertraf die gesetzten Erwartungen."
Auf großes Interesse stießen bei den Besuchern auch die vom VDG organisierten Sonderschauen. In der Schau "Guss im Zukunftsmarkt II" wurden zahlreiche attraktive Gußteile aus allen Anwendungsgebieten und in allen Größen vorgestellt. Ein detailliertes Bild erhielt der Besucher aber auch von den Bemühungen der Gießereibranche um Umweltschutz und Ressourcenschonung, von beruflichen Chancen in der Gießereitechnik, den Einsatz moderner Informationstechniken, aktuellen Forschungsergebnissen und der Bedeutung von Guss in der Kunst der Gegenwart.
Dr. Niels Ketscher, Hauptgeschäftsführer des VDG: "Die GIFA 99 mit dem CIATF Technical Forum und den Sonderschauen war ein großer Erfolg. Die Kombination aus Praxis, Theorie und Anwendungen deckte das Gebiet der Gießereitechnik umfassend ab. Insbesondere die Sonderschau "Berufe aus einem Guss" hat sicherlich dazu beigetragen, daß Schüler auf die attraktiven Gießereiberufe sowie das Studium der Gießereitechnik aufmerksam wurden."
METEC 99: 5. Internationale Fachmesse für Metallurgie mit Kongress
Auf der METEC 99 stellten sich 346 Aussteller auf 15.000 Quadratmeter Nettofläche vor (1994: 269 Aussteller/12.384 Quadratmeter). Ihre Angebote stießen auf das Interesse von 14.400 Besuchern. (Vor fünf Jahren wurde die METEC von 12.905 Fachleuten besucht.) Hinzu kamen noch einmal 15.360 Besucher von GIFA, THERMPROCESS, MINETIME und GEOSPECTRA, die angaben, sich auch auf der METEC informiert zu haben. Bei Berücksichtigung dieses Synergieeffektes zog die METEC insgesamt 29.760 Besucher an.
Ausgezeichnet auch bei dieser Fachmesse die Internationalität: Der Auslandsanteil lag bei 42 Prozent. Fast jeder dritte Besucher reiste aus Ländern außerhalb Europas an den Rhein. Die asiatischen Fachleute erreichten wieder den Spitzenwert. Mit neun Prozent der Besucher aus Übersee waren sie die größte Besuchergruppe aus diesen Regionen. Es folgten Nordamerika, Süd- und Mittelamerika sowie Afrika mit jeweils sieben Prozent.
Heinrich Weiss, Vorsitzender des Präsidiums der METEC 99: "Die Verknüpfung der METEC Ausstellung mit den Fach-Seminaren sowie dem METEC-Kongress ermöglichte einen intensiven Dialog der Aussteller und Besucher aus aller Welt über die wirtschaftlichen und qualitäts-verbessernden Entwicklungen in der Stahlerzeugung und –verabeitung, die eine wesentliche Basis für das Wiedererstarken der Stahl- und NE-Metall-Industrie weltweit sein werden."
Von einem geschäftlichen Erfolg sprachen 89 Prozent der beteiligten Firmen, außerdem setzten 90 Prozent auf das Nachmessegeschäft. Die fachliche Qualifikation der Besucher wurde von 97 Prozent der METEC–Aussteller positiv bewertet.
Im Mittelpunkt des Besucherinteresses standen mit Abstand Ausrüstungen und Komponenten für Hütten und Walzwerke (52 Prozent) sowie die Eisen- und NE-Metallerzeugung (50 Prozent). Mit Meß-, Steuer- und Regeltechnik wollten sich 28 Prozent beschäftigen.
Der vom Verein Deutscher Eisenhüttenleute (VDEh) organisierte METEC- Kongress zog vom 13. bis 15. Juni 1.100 Teilnehmer aus 47 Ländern an, die aktuelle Fragen und Probleme in der "6. Europäischen Elektrostahlkonferenz" sowie in der "Internationalen Konferenz über neue Entwicklungen metallurgischer Prozesse" diskutierten. "Für die Besucher der METEC erwies sich die Verknüpfung von Ausstellung und Kongress damit wieder einmal als ideal," so Dr. Rupert Vondran, Vorsitzender des VDEh.
Etwa 65 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Ausland, wobei auf Europa (40 Prozent) und Nordamerika (sieben Prozent) die höchsten Teilnehmerzahlen entfielen.
Von den Angeboten, im Anschluß an den Kongress moderne Produktionsanlagen zur Eisen- und Stahlerzeugung sowie zur Aluminiumproduktion in Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg zu besichtigen, machten 200 Kongressbesucher Gebrauch.
THERMPROCESS 99: 7. Internationale Fachmesse für Industrieöfen und wärmetechnische Produktionsverfahren mit Symposium
An der THERMPROCESS 99 beteiligten sich 310 Aussteller mit 9.310 Quadratmeter Fläche (1994: 291 auf 8.821 Quadtratmeter). 85 Prozent werteten ihre Beteiligung als geschäftlichen Erfolg, zusätzlich erwarteten 86 Prozent ein gutes Nachmessegeschäft.
Die THERMPROCESS wurde von 6.720 Fachleuten (1994: 7.888) besucht. Wie optimal das Messethema in das Technologie-Forum International eingebettet ist, bewiesen 13.440 Besuchern der gleichzeitig laufenden Veranstaltungen, die die Chance nutzten, sich auch auf dieser Fachmesse zu informieren. Insgesamt wurde die THERMPROCESS damit von 20.160 Interessenten frequentiert.
Der Auslandsbesucheranteil lag bei 36 Prozent, wovon 79 Prozent aus Europa kamen. Außerhalb Europas waren die Fachleute Asiens (acht Prozent) und aus Nordamerika (sieben Prozent) besonders stark vertreten.
Beim Urteil über die fachliche Qualifikation der Besucher folgte die THERMPROCESS dem positiven Trend der Gesamtveranstaltung: 67 Prozent der Besucher waren in Positionen mit hoher Entscheidungskompetenz bei Investitionen; 98 Prozent der Aussteller bescheinigten ihren Messekontakten Klasse.
"Nach Beobachtungen der Aussteller war die THERMPROCESS 99 gekennzeichnet durch eine gestiegene Besucherqualität, durch mehr Internationalität und einen erhöhten Informationsaustausch," resümiert Professor Axel von Starck, Vorsitzender des Ausstellerausschusses der THERMPROCESS. "Die Messe hat damit ihren führenden Anspruch als Gelegenheit zum Gedankenaustausch auf dem Gebiet der thermischen Prozeßtechnik weiter ausgebaut," so von Starck weiter.
Das THERMPROCESS Symposium am 14. Juni wurde von 120 Teilnehmern besucht. Für Dr. Gutmann Habig, Geschäftsführer der Fachgemeinschaft ThermoProcess- und Abfall-Technik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. – VDMA – haben sich damit "die Erwartungen voll erfüllt, zumal es sich praktisch um eine Erstveranstaltung handelte".
Neues aus den Forschungslaboratorien wurde von der Forschungsgemeinschaft Industrieofenbau e.V. – FOGI – von elf deutschen Lehr- und Forschungsinstituten des Industrieofenbaus vorgestellt. Damit verbunden war die Präsentation von 15 Mitgliedsfirmen der FOGI aus den Bereichen Erwärmen, Schmelzen und Gießen von Metallen, Wärme- und Oberflächenbehandlung von Metallen, Keramik und Glas sowie aus der Feuerungstechnik. Die Schau erwies sich nach Angaben des VDMA als Magnet für die Messebesucher und nicht zuletzt auch für die Aussteller selbst. Die Erwartungen der Institute und der beteiligten Firmen wurden auch hier vollauf erfüllt.
Das nächste Technologie-Forum International mit GIFA, METEC, THERMPROCESS, MINETIME und GEOSPECTRA findet im Frühjahr 2003 statt.
Pressereferat GIFA/METEC/THERMPROCESS:
Manuela Preinbergs
Tel: +49(0)211/4560 542
Fax: +49(0)211/4560 8548
E-Mail:
Messe Düsseldorf