AMAFOND: Leonardo Turini übernimmt Generalsekretariat
in kürze
Leonardo Turini ist neuer Generalsekretär von AMAFOND, dem italienischen Verband der Gießereizulieferer. Im Jubiläumsjahr 2026 richtet der Verband den Blick auf internationale Märkte, Wettbewerbsfähigkeit und die Rolle seiner Mitgliedsunternehmen in der europäischen Gießereiindustrie.
Leonardo Turini folgt auf Fabrizio Carmagnini
Leonardo Turini hat das Amt des Generalsekretärs bei AMAFOND übernommen. Der Verband vertritt die italienische Gießereizulieferindustrie und vereint Unternehmen, die Maschinen, Ausrüstung, Schmelz- und Wärmebehandlungssysteme, Druckgusslösungen, Rohstoffe sowie Dienstleistungen für Eisen- und Nichteisengießereien anbieten.
Turini folgt auf Fabrizio Carmagnini. Mit dem Wechsel verbindet AMAFOND eine stärkere internationale Ausrichtung und eine engere Unterstützung der Mitgliedsunternehmen auf globalen Märkten. Der Verband will dabei nicht nur auf aktuelle Marktveränderungen reagieren, sondern seine Mitglieder aktiver bei internationaler Vernetzung, Zusammenarbeit und Markterschließung begleiten.
Die Amtsübernahme fällt in ein besonderes Jahr für den Verband: AMAFOND wurde 1946 gegründet und feiert 2026 sein 80-jähriges Bestehen. Das Jubiläum soll zugleich den Blick auf die weitere Entwicklung der italienischen Gießereizulieferbranche richten.
Internationale Erfahrung für die Verbandsarbeit
Turini bringt internationale Erfahrung aus Handel, Exportmanagement und Industrie mit. Nach einem Master-Abschluss in Politikwissenschaft und einem Executive-Master im Exportmanagement war er acht Jahre in den Vereinigten Staaten tätig. Dort arbeitete er für die italienische Handelsagentur ICE in Miami und Chicago.
Zusätzlich absolvierte er eine Spezialausbildung bei der Los Angeles Customs Brokers Association. Dadurch sammelte er Fachkenntnisse im internationalen Handel, bei Zollverfahren und im Umgang mit globalen Lieferketten. Weitere berufliche Stationen führten ihn in Märkte wie Europa, Indien, die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Für seine neue Rolle bei AMAFOND ist diese internationale Perspektive zentral. Turini will italienische Ingenieurskunst, technisches Know-how und neue Chancen auf internationalen Märkten stärker miteinander verbinden. Der Verband soll damit als Partner für Unternehmen auftreten, die ihre globale Reichweite ausbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen.
Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld
Die Gießereizulieferindustrie steht vor einem veränderten Marktumfeld. Geopolitische Unsicherheiten, schwankende Energiekosten und anfällige Lieferketten belasten Hersteller weltweit. Zugleich verändern sich traditionelle Marktstrukturen in Europa und auf internationalen Produktionsmärkten.
Turini sieht darin nicht nur Risiken, sondern auch Anlass zur Weiterentwicklung. Für die italienische Gießereizulieferindustrie verweist er auf Widerstandsfähigkeit, hohe Qualitätsstandards, spezialisiertes Fachwissen und kontinuierlichen technologischen Fortschritt. Diese Faktoren sollen den Unternehmen helfen, auch unter veränderten Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben.
Aus Sicht von AMAFOND braucht es dafür Engagement auf mehreren Ebenen. Genannt werden wettbewerbsfähige Energiekosten, weniger bürokratische Komplexität, effizientere politische Prozesse und eine einheitliche europäische Industriestrategie. Diese Strategie soll starke industrielle Wertschöpfungsketten berücksichtigen und Investitionen in Innovation, digitale Transformation und technisches Know-how fördern.
AMAFOND setzt auf internationale Vernetzung
Ein wichtiges Ziel der neuen Verbandsführung ist der Ausbau der internationalen Präsenz. AMAFOND will Mitgliedsunternehmen durch bessere Markteinblicke, internationale Kontakte und höhere Sichtbarkeit außerhalb Italiens unterstützen. Damit sollen globale Reichweite, Diversifizierung und neue Wachstumschancen gefördert werden.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Internationale Gießereiforum in Venedig. Die Veranstaltung soll den Wissensaustausch, den Dialog und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken. Gleichzeitig verbindet AMAFOND das Forum mit dem Jubiläumsjahr und dem Anspruch, acht Jahrzehnte Verbandserfahrung in konkrete Impulse für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu überführen.
Der Verband positioniert sich damit als Bindeglied zwischen Mitgliedsunternehmen, internationalen Märkten, Entscheidungsträgern und Institutionen. Für die italienische Gießereizulieferbranche soll AMAFOND Orientierung geben, Interessen bündeln und neue Partnerschaften ermöglichen.
80 Jahre AMAFOND
AMAFOND steht für Associazione Italiana Fornitori Fonderie. Der Verband wurde 1946 gegründet und zählt heute fast 100 Mitgliedsunternehmen. Diese Unternehmen repräsentieren einen wichtigen Teil der italienischen Produktionskapazitäten im Bereich der Gießereizulieferindustrie.
AMAFOND unterstützt seine Mitglieder mit technischem, wirtschaftlichem und regulatorischem Fachwissen. Zudem fördert der Verband Innovationen und Exportaktivitäten. Im Jubiläumsjahr 2026 steht neben dem Rückblick auf acht Jahrzehnte Verbandsarbeit vor allem die zukünftige internationale Positionierung der Mitgliedsunternehmen im Mittelpunkt.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Leonardo Turini folgt bei AMAFOND auf Fabrizio Carmagnini.
- Der italienische Verband der Gießereizulieferer feiert 2026 sein 80-jähriges Bestehen.
- AMAFOND will die internationale Sichtbarkeit seiner Mitgliedsunternehmen stärken und neue Marktchancen erschließen.
FAQ
Leonardo Turini ist der neue Generalsekretär von AMAFOND. Er verfügt über internationale Erfahrung in Handel, Exportmanagement und globalen Märkten.
AMAFOND ist der italienische Verband der Gießereizulieferer. Er vertritt Unternehmen, die unter anderem Gießereimaschinen, Ausrüstung, Schmelz- und Wärmebehandlungssysteme, Druckgusslösungen, Rohstoffe sowie Dienstleistungen für Gießereien anbieten.
Turini will die internationale Präsenz von AMAFOND ausbauen, Mitgliedsunternehmen bei der Erschließung neuer Märkte unterstützen und die Rolle des Verbandes als Partner der italienischen Gießereizulieferindustrie stärken.
